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Presse- und Leserstimmen zu
TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft



Presserezensionen

Lesermeinungen


Klaus Heid, Ruediger John:
TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft
Baden-Baden: [sic!] - Verlag für kritische Ästhetik, 2003
ISBN 3-933809-46-0

Presserezensionen
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Die Situation in der Berufswelt ist manchmal recht paradox. Einerseits wird von dem Einzelnen ein Höchstmaß an Spezialisierung verlangt: Ein Universalgelehrter des 19. Jahrhunderts würde mit seinem Wissen an den heutigen Hochschulen noch nicht einmal die Zwischenprüfung schaffen. Andererseits gibt es keine linearen Erwerbsbiografien mehr: Von jedem wird verlangt, dass er flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen und Anforderungen reagiert, auch in fortgeschrittenem Alter noch neue Kulturtechniken erlernt und sich den Erfordernissen des globalisierten Turbokapitalismus anpasst. Das sei »ein Spagat, der dem Einzelnen in persönlicher und professioneller Hinsicht nur schwer gelingt«, bilanzieren Klaus Heid und Ruediger John. Die Frage, ob die Kunst hier eine »vermittelnde und gestaltende Funktion übernehmen könne«, beantworten die beiden Autoren in ihrem Buch »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft« mit einem eindeutigen »Ja«. Der Karlsruher Künstler Klaus Heid und sein Mitherausgeber Ruediger John dokumentieren gemeinsam mit 25 Experten Beispiele einer praktischen Kooperation zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kunstforum Bd. 166, »Biennale«, Jürgen Raap

TRANSFER: verbindet Fragestellungen, welche Rolle die Kunst für die gesellschaftliche lebenspraxis hat, welche Impulse transdiziplinäre Kooperationen entwickeln können und welcher kulturelle und ökonomische Mehrwert dabei erzeugt werden kann.

kultur politik, BBK, 2 2/2004

TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme des praktischen Transfers sowie von Kooperationen zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft.

Artist Kunstmagazin, 55 2/2003

Hinaus aus der Kunst, hinein in die Wirklichkeit
Von Interdisziplinarität wird viel geredet, gerade in einer sich erneuernden Kunstpädagogik, die sich unter dem Druck realer Schulverhältnisse vielerorts in Fächerverbänden mit anderen «benachbarten» Fächern wieder findet und mit diesen zusammen projektorientierten Unterricht durchzuführen hat. Doch auch in der Kunst selbst zeigen sich seit vielen Jahren verstärkte Tendenzen zur Wiederannäherung an verschiedene. Wissenschaften. Oft geschieht das in sehr durchsichtiger und dilettantischer Weise, was weder der Kunst noch den Wissenschaften bekommt. Oft gesehieht es auch unter dem postmodernen Siegel der «Wissenschaft als Kunst» in sehr anmaßender Weise: Statt zu einem intensivierten Bezug zu Wahrheit und Wirklichkeit führt das dann nur zu einer neuen Beliebigkeit und zu forciertem Subjektivismus, zu parasitären Melangen, in denen Wissenschaft und Wahrheit mehr und mehr zur Attrappen ihrer selbst verkommen und sich Künstler vor einem inkompetenten Szene-Publikum als allüberall Bescheid wissende Wissenschafts- und Forschungs-Scharlatane aufspiele.n Die neoromantischen Ideologeme von Beuys haben hier verheerend gewirkt, viele Hirne verdorben und mit kunstreligiösem Kleister verklebt Unter dem Etikett «Künstlerische Forschung» kursieren viele Mogelpackungen, in denen weder Kunst noch Forschung drin ist, sondern nur Kuriositäten im postmodern-multikulturellen Beliebigkeitenkabinett. Das ist einer der vielen Negativeeffekte einer postmodernen Kultur, in der es angeblich nichts mehr geben soll, was es nicht gibt. Der vorliegende Band führt in dieses schlüpfrige Terrain hinein - so denkt man zunächst, wird dann aber positiv überrascht Denn vielmehr findet man hochinteressante Beiträge, die überhaupt nichts mit dem egomanisch, subjektivistisch und genialisch verkommenen Künstlerbild zu tun haben, sondern mit harter, solider und realistischer Arbeit an sozialen und wirtschaftlichen Prozessen. Da wird z B. ein soziologisches Forschungsprojekt vorgestellt, in dessen Rahmen die berufliche Ausbildung der Mitarbeiter der dm-Märkte mithilfe künstlerischer Handlungsmodelle reformiert wird. Oder wir erfahren von einer Psychologin und einem Wirtschaftsberater, der eigentlich Chemiker ist, etwas über neue Konzepte der Unternehmenskultur, über «Romantic Marketing», in dessen Rahmen sich alle Beteiligten - Hersteller, Verkäufer und Kunden, als eine identitätsstiftende «Community» verstehen solIen Oder wir lernen das Projekt «Wirtschaftskultur durch Kunst» kennen, in dessen Rahmen künstlerische Kernkompetenzen genutzt werden, um die Verfahrensweisen des Unternehmenscontrollings zu innovieren. Kurz Hier ist viel von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Prozessen die Rede und diese Rede wird überwiegend vorgetragen von ausgewiesenen (kunstfremden) Fachleuten, die sich mit künstlerischen Methoden beschäftigen, um Defizite in wirtschaftlichen, politischen und sozialen Denkstrukturen auszugleichen. Ich darf gestehen: Dieses Buch hat mich mehr interessiert und hoffnungsfroher auf das künftige Aufgabenfeld der Kunstpädagogik blicken lassen als dutzende von Kunstzeitschriften und Kunstkatalogen der letzten Jahre.

Kunst+Unterricht Heft 273, Juni 03, Hubert Sowa

Kunst als Vermittler
Ein erfolgreicher Unternehmer kritisiert den Kapitalismus; ein Philosoph fordert eine an ethischen Werten orientierte Alltagsästhetik; ein Künstler setzt sein Kompetenz in Unternehmensprozessen ein; ein Wissenschaftler plädiert für eine andere Bildung – vier Beispiele für den praktischen Transfer bzw. Kooperationen zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft.
Solche sind in der heutigen »Wissensgesellschaft« von zentraler Bedeutung. Denn in der Arbeits- und Berufswelt, auch im Bereich der Forschung, geht es geradezu paradox zu: Einerseits wird vom Einzelnen eine verstärkte Spezialisierung innerhalb seines Tätigkeitsfeldes, andererseits mehr Flexibilität gefordert. Kann die Kunst bei diesem Spagat vermittelnde und gestaltende Funktionen übernehmen?
Klaus Heid und Ruediger John, die Herausgeber des neu erschienenen Buches »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft«, beantworten diese Frage mit einem eindeutigen Ja. Sie präsentieren Interviews und Beiträge von 25 Experten aus Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. Sie alle verbindet die Fragestellung, welche Rolle die Kunst für die gesellschaftliche Alltagspraxis hat? Auch wenn die Meinungen auseinander gehen, in welcher Form der Beitrag der Kunst in Wissenschaft und Wirtschaft erfolgen kann, einig sind sich alle, dass künstlerische Forschung ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist. Da ist die Rede von "mehr Bereitschaft, etwas Verrücktes zu tun" oder davon , dass man als Künstler in "anderen Systemen freier operieren kann". "Künstlerische Forschung ist nicht an konventionelle Paradigmen der Wissenschaftlichkeit gebunden, sie kann ohne dogmatischen Methodenzwang agieren..., kann ohne Rücksicht auf die Definitionsmacht von Spezialisten in unterschiedlichsten Lebensbereichen erkenntnisfördernd tätig werden, dabei das Subjekt als Parameter einsetzen und ästhetische Kriterien bei der Konstruktion von Wirklichkeiten zu Grunde legen", schreiben die Autoren im Vorwort. Und aus ihrer künstlerischen Forschungsarbeit heraus definieren sie dann auch einen neuen Begriff für transdisziplinäre Kooperationen mittels künstlerischer Kompetenzen: »Transferkunst«.
Diese kann wesentliche Schlüsselfunktionen innerhalb der modernen Wissensgesellschaft erfüllen: Sie trägt zum Erkenntnisgewinn bei, gestaltet dessen Vermittlung und unterstützt die Integration in die alltägliche Lebenspraxis. Künstlerische Kompetenz kann so als ein Katalysator verstanden werden, der gesellschaftlichen, ökonomischen oder wissenschaftlichen Prozessen Dynamik verleiht und ihnen kritische, innovative und nachhaltige Impulse gibt.
Wirtschaft und der Wissenschaft erhalten die Chance, von qualifizierter künstlerischer Kompetenz zu profitieren. Der Mehrwert, der daraus entsteht, ist nicht nur ein ökonomischer, sondern ein im umfassenden Sinn kultureller. Dies verdeutlicht das Buch in spannenden Interviews und tiefgründigen Textbeiträgen. Ausgehend von ihrer langjährigen Praxis bieten die Herausgeber auch eine Auswahl von überaus interessanten »TRANSFER:Leistungen« an..

www.vorwaerts.de, Dagmar Günther

Lesermeinungen
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Künstlerische Tätigkeit einmal anders - in die Gesellschaft
Habe dieses Buch bei einem der Vorträge der Herausgeber gekauft und es lange liegen gelassen bevor ich es nun gelesen habe. Aufsätze und Gespräche voller Aha-Erlebnisse! Gut gefällt mir das Glossar n, mit seinen superkurzen, aber präzisen Erläuterungen - zum Teil mit dem Augenzwinkern eines Zynikers, aber auch die Offenheit eines Max Hollein, Ernst-Peter Fischer und die gut einzusehenden Verstehenslücken der "Forscher" zu "Unternehmenskultur durch Kunst" (Priddat, Bockemühl et al). Ich denke die Themen künstlerische/ästhetische Forschung, kritische Ästhetik und, allgemein, die künstlerische Kompetenz sind hochaktuell.

Rezension auf amazon.de

Pointierte Positionen
Das Buch TRANSFER bietet viele Möglichkeiten, in das umfangreiche Thema der Beziehungen zwischen Kunst und Wirtschaft sowie Kunst und Wissenschaft einzusteigen. Besonders gefallen haben mir die Interviews mit Künstlern, Wissenschaftlern und Unternehmern. Sie sind ausführlich und trotzdem kurzweilig, informativ und in einem Stil geschrieben, der darauf schliessen lässt, dass hier tatsächlich Gespräche entwickelt und keine vorgestanzten Fragenkataloge abgearbeitet wurden. So können die Gesprächspartner tatsächlich Position beziehen und Perspektiven aufzeigen. Dabei werden, auch in den beiden Essays über Transferkunst und Suggestofiktion, viele praktische Beispiele angesprochen. Sehr gelungen ist sowohl die Gestaltung des Buches als auch im Anhang das Glossar, das, z.T. recht pointiert, zahlreiche Begriffe aus dem Themenfeld, von »Assoziation« bis »Wahrnehmung«, erläutert.

Rezension auf amazon.de

Kurzweiliger Denkanstoß
Das Buch »TRANSFER: Kunst Wirtschaft Wissenschaft«, herausgegeben von Klaus Heid und Ruediger John, ist eine ambitionierte Publikation, die einen wenig beachteten Rosenkrieg in den Fokus unserer Aufmerksamkeit zu bringen. In kurzweiligen Essays und Interviews reiht TRANSFER Meinungen, Ansichten und Geschichten von Künstlern, Businessmenschen und Forschern aneinander und wirft so ein interessantes Schlaglicht auf das ambivalente Verhältnis von Kunst und Wirtschaft. Es erzählt aus den unterschiedlichen Perspektiven von den mannigfaltigen Ausgestaltungen dieser Beziehung, die heute in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit nebeneinander existieren. Erzählt wird von Anziehung und Abstoßung, Verständnis und Missverständnis, Wachstum und Zerstörung, von Liebe und Hass. Man meint geradezu hinter dieser komplexen und dramatischen Dyade eine Metapher für den ewigen Geschlechterkampf zu erkennen: Die Muse als Sinnbild des Weiblichen und der Mäzen in der Rolle des Priapus. Der Wissenschaft kommt wohl derzeit eher die Rolle der ausgehaltenen Geliebten zu, die ihre eigene Bedeutung selbst noch nicht erkannt und definiert hat. Das Buch ist eine gleichermaßen informative wie unterhaltsame Beschreibung. Es verweist aber auch auf eine Lücke: eine Wissenslücke darüber, wie das Wechselverhältnis von Kunst und Wirtschaft im Innern funktioniert und wie es fruchtbarer ausgestaltet werden kann. Hier liegt vielleicht auch die Chance für die Wissenschaft, sich produktiv in eine Dreiecksbeziehung einzubringen.

Rezension auf amazon.de

Der Beitrag von Ernst-Peter Fischer war für mich besonders aufschlußreich, denn ich sitze hier an der Uni vor der gleichen Problematik und versuche das wissenschaftliche Studium durch unkonventionelle Vorgehensweisen einigermaßen attraktiv zu gestalten.

W. Höhne, Medientheorie, Universität Erfurt

Das Buch ist gleichermaßen informativ wie unterhaltsam. Es schließt eine Lücke: Eine Wissenslücke darüber, wie das Wechselverhältnis von Kunst und Wirtschaft im Innern funktioniert und wie es fruchtbarer ausgestaltet werden kann.

M. Schwind, Unternehmensberater, Karlsruhe

Gratuliere, das Buch macht Spass zu lesen. Vielen Dank für die sehr interessanten Gedankenanstöße.

T. Schult, Unternehmensberater, Essen

Das Buch bricht mit einigen Tabus. Allerdings bleibt die Frage, ob das gut ist.

M. Reckl, Bankdirektor i.R., Stuttgart

...und die Stichwortliste als Randbemerkungen der Herausgeber macht deutlich, daß hier wirklich inhaltlich fundiert gearbeitet wurde - weit jenseits dem sonst üblichen Geschreibe zur Selbstdarstellung.

A.Andres, Journalist, Köln

Hier wird gezeigt, daß die Akademien in ihrer Tradition hoffnungslos veraltet sind und Künstlerinnen und Künstler immer noch naiv mit diesen Themen umgehen.

M. Jahn, Restauratorin, Berlin

Endlich wird einmal klar offenbar, welche Verstehensdefizite in allen Bereichen und bei allen Experten bezüglich einer möglichen Fähigkeit von Kunst herrschen, aber auch daß Visionen vorhanden sind.

K. Gutjahr, Kunstsammlerin, Baden-Baden

Wichtig ist, daß eine Vernetzung, ein Transfer stattfindet. Insofern ist das Buch nicht hoch genug einzuschätzen.

R. Zeger, Bühnenbildner, Wien

Sehr positiv ist die undogmatische Veröffentlichung einer Meinungsvielfalt! Zugleich beziehen die Herausgeber aber auch klar Stellung.

P. Mühl, Unternehmensberaterin, Stuttgart

TRANSFER ist ein großer Wurf. Es ist persönlich und gleichzeitig sachlich, fundiert und dabei intelligent-fantasievoll.

U. Pflüger, Physiker, Karlsruhe

Als Unternehmerin hat mich besonders das Interview mit Frank Wilhelmi beeindruckt. Es spricht mir aus der Seele!

K. Dierschbach, Unternehmerin, Berlin

Ich habe bisher die Interviews mit Gernot Böhme und Michael Brater gelesen, welche ich sehr gut finde, intelligent und unterhaltsam!

A. Randstett, Wissenschaftsjournalistin, Köln

Danke für die Zusendung von TRANSFER. ich bin begeistert! Leider komme ich erst in ein paar Wochen dazu, das Buch zu lesen. Daher gilt mein Lob jetzt zuerst einmal der Optik und Haptik.

S. Volz, Verleger, Stuttgart

In dem, was ich bisher gelesen habe, habe ich zum ersten Mal verstanden, welches Potential gesellschaftlich orientierte Kunst hat.

M. Hummel, Künstler, Basel

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